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Digitalisierung in der betrieblichen Ausbildung von Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung beruflich stärker zu integrieren, wird in Deutschland immer wichtiger. Betriebe setzen dabei das Ziel der Inklusion um und reagieren zugleich auch auf Fachkräfteengpässe. Die Digitalisierung bietet vielfältige Möglichkeiten, um Menschen mit Behinderung in der Arbeitswelt und in der betrieblichen Ausbildung zu unterstützen. Wenn Betriebe beispielsweise barrierefreie Software und Lernmedien in der Ausbildung einsetzen, können Menschen mit Behinderung leichter am Berufsleben teilhaben. Zu den Chancen aber auch zu möglichen Risiken, die sich durch die Digitalisierung für die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung ergeben, gibt es bislang nur wenige verlässliche Forschungsergebnisse.

Hier setzt das Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn an. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen, inwiefern die zunehmende Digitalisierung fördernd oder hemmend für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der betrieblichen Ausbildung ist. Dabei steht neben der digitalen Ausstattung der Betriebe vor allem der Einsatz von behinderungskompensierenden Technologien im Fokus des Projekts. Die Forschenden gehen davon aus, dass Betriebe, die stärker digitalisiert sind auch mehr inklusionsfördernde Technologien einsetzen. Dies sollte mit einer höheren Beteiligung von Menschen mit Behinderung in diesen Betrieben einhergehen. Um diese Annahmen zu überprüfen, werten die Forschenden Daten des Mikrozensus und der Erwerbstätigenbefragung des BIBB aus. Außerdem befragen sie 500 Betriebe, um  eine umfassende und theoretisch begründete Datenlage zum Einfluss der Digitalisierung auf Menschen mit Behinderung im Arbeitskontext zu schaffen.

Die Ergebnisse des Projekts fließen direkt in Handlungsempfehlungen für Betriebe, Wissenschaft und Politik und bereiten weitere vertiefte Untersuchungen zum Thema vor.

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