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DigHomE

Digital Home Learning Environment – Gelingensbedingungen elterlicher Unterstützung bei der informationsorientierten Internetnutzung

Die BMBF-geförderte interdisziplinäre Forschungsgruppe DigHomE untersucht Einflüsse informeller und non-formaler digitaler Bildung von Schüler/innen im Elternhaus auf die informationsorientierte Nutzung des Internets für schulische Belange. Die Analyse der digitalen häuslichen Lernumwelt von Kindern und Jugendlichen soll es dabei ermöglichen, relevante Prädiktoren und Merkmale familialer Unterstützung zu identifizieren. 

Dazu wird die digitale häusliche Lernumwelt in ihrer Wirkung auf die Nutzung des Internets und die digitale Kompetenz von Schüler*innen fünfter Klassenstufen anhand einer quantitativen Längsschnittuntersuchung (TP 1a, Psychologie, Prof. Dr. H. M. Buhl & Dr. S. Bonanati) analysiert. Vertiefende Erkenntnisse werden mittels einer ethnographischen Erkundung (TP 2, Medienpädagogik, Jun.-Prof. Dr. A.-M. Kamin) sowie auf Basis von Videographien von Internetrecherchen gewonnen (TP 1b, Medienwissenschaften, Prof. Dr. D. Meister). Die erwarteten Ergebnisse tragen zum Verständnis digitaler häuslicher Lernumwelten bei, die Kinder und Jugendliche darin unterstützen, digitale Medien kompetent zu nutzen. Auf dieser Grundlage werden Anregungen für Eltern sowie für Schulen und andere Bildungsinstitutionen zur Zusammenarbeit mit Elternhäusern formuliert.

DigHomE-Team Gruppenfoto

Projektteam: (von links, vorne) die Projektleiterinnen Jun.-Prof. Dr. Kamin (Bielefeld), Prof. Dr. Buhl, Prof. Dr. Meister und Dr. Bonanati (Paderborn) sowie das Projektteam (hinten) Gerhardts, Gruchel, Kurock, Richter, Dr. Burgfeld-Meise. Foto: Universität Paderborn, Jennifer Strube

Teilprojekt 1a

Teilprojekt 1a, angesiedelt im Fach Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie an der Universität Paderborn, untersucht längsschnittlich mittels standardisierter Fragebögen, welchen Einfluss die digitale familiäre Lernumwelt (Digital Home Learning Environment) auf die Motivation zur Nutzung und die Nutzung digitaler Medien selbst sowie auf informationsorientierte Kompetenz hat. Hierzu werden ca. 1000 Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern im fünften und erneut im sechsten Schuljahr befragt.

Im Zentrum von Teilprojekt 1a stehen die Fragestellungen:

  1. Wie ist die Digital Home Learning Environment hinsichtlich struktureller sowie prozessbezogener Prädiktoren aufseiten der familiären Bezugspersonen beschaffen und wie beeinflussen diese Prädiktoren die informelle und non-formale elterliche Unterstützung bei der informationsorientierten Nutzung des Internets?
  2. Wie sagen die strukturellen und prozessbezogenen Prädiktoren sowie die elterliche Unterstützung beim informellen und non-formalen häuslichen Lernen Motivation, Art der Nutzung und Kompetenz zur informationsorientierten Nutzung des Internets vorher?

Teilprojekt 1b

Das Teilprojekt 1b (Prof. Dr. D. M. Meister, Arbeitsbereich Medienpädagogik und empirische Medienforschung) untersucht die Vorgehensweise von Kindern bei Internetrecherchen im häuslichen Kontext sowie das Unterstützungsverhalten der Eltern. Im Rahmen unseres qualitativen Forschungsdesigns führen wir Audio-/Videographien „dyadischer“ Rechercheprozesse (unter Beteiligung je eines Kindes und eines Elternteils) durch, die durch Stimulated Recalls und anschließende Interviews ergänzt werden. Abgesehen von der Qualität der elterlichen Unterstützung werden auch Aspekte wie die allgemeine Haltung zu Medien sowie medienbezogene Routinen in den Familien bei der Analyse berücksichtigt.

Teilprojekt 2

Das Teilprojekt 2, angesiedelt an der Universität Bielefeld, legt den Fokus auf die pädagogische Qualität der gemeinsamen Recherchen. Ziel ist es detaillierte Einblicke in die Beschaffenheit der Digital Home Learning Environment in unterschiedlichen Familien zu eröffnen. Dazu werden 20 Familien, die im Hinblick auf Alter, Bildung, Beruf, Herkunft, Familiensituation und -größe einen maximalen Kontrast aufweisen, mittels einer ethnografischen Exploration in ihrem familiären Alltag teilnehmend beobachtet und die beteiligten Familienmitglieder leitfadengestützt befragt. Gegenstand der Befragung der Eltern ist neben der medienerzieherischen Praxis in der Familie auch die Zusammenarbeit mit der Schule sowie der Beratungs- und Unterstützungsbedarf der Eltern. Auch die Kinder erhalten die Möglichkeit, ihre subjektiven Sichtweisen im Hinblick auf die Unterstützung der Eltern bei den Hausaufgaben darzulegen.

Projektbild
Von
Bis
Ort
Zielgruppe

Ansprechpartner/in

Jun. Prof. Dr. Anna-Maria Kamin

Jun. Prof. Dr. Anna-Maria Kamin

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Adresse

Universität Bielefeld
Fakultät für Erziehungswissenschaft
Universitätsstraße 25
Postadresse:
Konsequenz 41a
33615 Bielefeld

Funktion
Leitung
Dr. Sabrina Bonanati

Sabrina Bonanati

Telefon
Adresse

Universität Paderborn
Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie
Warburger Straße 100
33098 Paderborn

Funktion
Leitung
Dr. Bianca Burgfeld-Meise

Dr. Bianca Burgfeld-Meise

Telefon
Adresse

Universität Paderborn
Institut für Medienwissenschaft
Warburger Str. 100 / Raum E0.104
33098 Paderborn

Funktion
Leitung