Mann am Laptop

Digi-KaB

Digitalisierung in der kaufmännischen Berufsausbildung (Verbundprojekt)

 

Design Thinking-Workshop zur Digitalisierung in der kaufmännischen Berufsbildung

 

Am 25.06.2020 findet im Rahmen des Digi-KaB-Projekts ein Design Thinking-Workshop in München statt. Hierzu werden verschiedene Akteure der beruflichen Bildung eingeladen. In diesem multidisziplinären Kreativworkshop werden sich die Teilnehmenden mit der Frage auseinandersetzen, wie Lehr- und Lernprozesse in der kaufmännischen Ausbildung im Kontext der Digitalisierung verbessert und gefördert werden können.

 

Design Working Workshop

Zeit: 25.06.2020

Ort: Löwengrube 18, 80333 München

 

Für weitere Informationen rund um den Workshops werfen Sie einen Blick auf unseren Flyer.

Flyer mit Programm des Workshops herunterladen

 

Anreise mit der Bahn:

Zu Fuß brauchen Sie vom Hauptbahnhof ca. 15-20 Minuten (1,3 km).

Alternativ können Sie bspw. mit der Tram 19 (Richtung Berg am Laim Bf.) vom Hauptbahnhof Nord zum Marienplatz (Theatinerstr.) fahren und von dort in wenigen Minuten zum Veranstaltungsort laufen (andere Verbindungen sind möglich). Von der Tramstation müssen Sie über die Windenmacherstr. oder Weinstr. in die Löwengrube einbiegen.
Alternativ können Sie vom Hbf die S-Bahn bis zum Marienplatz nehmen. Über den Ausgang zum Marienhof kommen Sie direkt über die Weinstr. zur Löwengrube.

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Anreise mit dem Flugzeug:

Fahren Sie mit der S8 (Richtung Herrsching) vom Flughafen zum Marienplatz. Über den Ausgang zum Marienhof kommen Sie direkt über die Weinstr. zur Löwengrube. Planen Sie hierfür ca. 50 Minuten ein.
Andere S-Bahn Verbindungen sind auch möglich. Nutzen Sie für genaue Informationen bitte den DB-Navigator.

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Anreise mit dem Auto

Beachten Sie bitte, dass es am Veranstaltungsort keine öffentlichen Parkplätze gibt. Sie können direkt am Hauptbahnhof im Contipark Parkhaus parken und dann, wie unter Anreise mit der Bahn beschrieben, zum Veranstaltungsort anreisen.

Einfahrtsadresse Parkhaus:

Hopfenstraße 6
80335 München

Kosten: 2,50 € pro Stunde, max 15 €

Hier finden Sie weitere Informationen zum Parkhaus.

Die Diskussion zum Thema Digitalisierung befindet sich sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Wissenschaft auf einem aktuellen Höhepunkt des Interesses. Die Einberufung eines unabhängigen „Digitalrats“ sowie die Erarbeitung einer umfassenden Digitalisierungsstrategie spiegeln die Aktualität und Bedeutsamkeit des Themas wider. Besonders auf der Digitalisierung der Arbeitswelt und den breit diskutierten Schlagwörtern Industrie 4.0, Arbeit 4.0, Wirtschaft 4.0 und Berufsbildung 4.0 liegt dabei der Fokus. Kompetenzanforderungen und wissenschaftliche Untersuchungen über die Folgen des digitalen Wandels liegen bisher vor allem für den gewerblich-technischen Bereich vor. Die Auswirkungen auf kaufmännische Arbeitsbereiche sind bisher kaum erforscht, wenngleich Konsens über einen grundsätzlichen Wandel von Tätigkeitsstrukturen und Berufsbildern herrscht. Auch in Bezug auf die duale Berufsausbildung müssen diese Veränderungen einbezogen werden, um eine Anpassung der Ausbildungsinhalte an zukünftige, digitale Arbeitsplätze gewährleisten zu können.
Ziel des Projektes ist es deshalb, die durch Digitalisierung hervorgerufenen Veränderungsprozesse an kaufmännischen Arbeitsplätzen zu erfassen und entstehende strukturelle Unterschiede in der kaufmännischen Berufsausbildung zu verdeutlichen. Daraus korrespondierende, an digitale Arbeitsanforderungen angepasste Kompetenzprofile werden identifiziert und aufgezeigt. Somit sollen Implikationen sowohl für die berufsbildungspolitische Steuerung als auch zur Unterstützung von Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen (z.B. schulische und betriebliche Ebene; Organisation der Berufsbildung) entwickelt werden. Des Weiteren gibt es bestehende didaktische Konzepte in Hinblick auf deren Adaption an digitalisierte Arbeitsprozesse zu betrachten und Veränderungen, unter anderem von Lernprozessen, der Rolle von Lehrenden und Lernenden und des Einsatzes digitaler Werkzeuge, zu identifizieren. Eine Optimierung des Lehrens und Lernens unter den Einflüssen der Digitalisierung wird dadurch gefördert.

Das Projekt startet mit einer systematischen Literatur- und Forschungsstudienanalyse. Zusätzlich erfolgt eine Auswertung von nationalen und internationalen Stellenanzeigen, um praxisnah digitale Anforderungen an Bewerber für kaufmännische Arbeitsplätze bewerten zu können. Im weiteren Verlauf des Projekts werden mit der Digitalisierung einhergehende Veränderungen an kaufmännischen Arbeitsplätzen durch Befragungen im betrieblichen und berufsschulischen Bereich identifiziert. Hierzu werden eine Online-Unternehmensbefragung mit vertiefenden Interviewstudien sowie Berufsschullehrer- und Schulleitungsbefragungen durchgeführt. Dabei sollen auch die Veränderungen von Geschäftsprozessen und Tätigkeiten erfasst werden. Die Resultate werden in angepasste kaufmännische Kompetenzmodelle überführt und in neu ausgerichtete, evidenzbasierte Entwürfe der Curricula, von Lehr-Lernprozessen sowie von Prüfungsmodalitäten eingebacht. In einem internationalen Design-Thinking-Workshop mit nationalen und internationalen Ausbildungsexperten werden die Ergebnisse diskutiert und validiert.

Ziel des Projektes ist die Formulierung von konkreten Anforderungen an kaufmännischen Arbeitsplätzen, die durch Digitalisierungsprozesse hervorgerufen werden. Anhand dieser Anforderungsanalyse sollen authentische, ganzheitliche Lernumgebungen in der kaufmännischen Berufsausbildung konstruiert werden. Durch die Identifikation von neuen Kompetenzprofilen ist eine zielgerichtete Entwicklung curricularer Vorgaben in der kaufmännischen Berufsbildung möglich. Dies führt zu digital angepassten, curricularen Bestimmungen, die in entsprechende instruktionale und assessment-orientierte Instrumente münden. Bestehende wirtschaftsdidaktische Ansätze sollen dabei aufgegriffen und im Hinblick auf die Digitalisierung in der kaufmännischen Berufsausbildung kritisch reflektiert und evidenzbasiert weiterentwickelt werden.
 

  • Seeber, S., Weber, S., Geiser, P., Zarnow, S., Hackenberg, T. & Hiller, F. (2019). Effekte der Digitalisierung auf kaufmännische Tätigkeiten und Sichtweisen ausgewählter Akteure. Berufsbildung, 73(76), 2–7.

Ansprechpartner/in

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Prof. Dr. Susan Seeber

Adresse

Georg-August-Universität Göttingen

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Departement für Betriebwirtschaftslehre

Professur für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung

Platz der Göttinger Sieben 5

37073 Göttingen