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DigiPäd 24/7: Digitalisierung in Heimen und Internaten

Die Digitalisierung führt zu grundlegenden Veränderungen in Bildungsorganisationen – so auch in Heimen und Internaten. Ziel des Projekts ist es daher, bedarfsgerechte Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die 24/7-Einrichtungen für junge Menschen bei der Entwicklung eines Handlungskonzepts zur Medienbildung im Spannungsfeld von Ermöglichung, Förderung und Schutz unterstützen.

Die veränderten raum-zeitlichen und sozialen Arrangements, die mit der Digitalisierung einhergehen, fordern Bildungsorganisationen in vielfältiger Weise - auch Heime und Internate sind betroffen. Diese Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche rund um die Uhr (24/7) betreut werden, laufen Gefahr, im Kontext der Digitalisierung in ihren raum-zeitlichen und sozialen Arrangements erneut zu „pädagogischen Provinzen“ (Goethe) zu werden. Vor diesem Hintergrund gilt es, ihre Bildungs- und Erziehungssettings sowie -partnerschaften dahingehend zu befragen, welche Formen von digitaler Mediennutzung sie zulassen, befördern, ignorieren oder auch hemmen und welche Implikationen damit für Bildungsprozesse einhergehen. Ziel von DigiPäd 24/7 ist es, herauszuarbeiten, wie eine nachhaltige Integration von digitalen Medien in 24/7-Bildungsinstitutionen erfolgen kann, die eine Förderung von Medienbildungsprozessen und Medienkompetenz unterstützt. Das Projekt untersucht zu diesem Zweck empirisch:

  1. den subjektiven Medienalltag von Kindern und Jugendlichen in 24/7-Einrichtungen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Peer-Beziehungen sowie
  2. die Veränderungen in den Bildungs- und Erziehungspartnerschaften zwischen Eltern, Lehrer*innen und pädagogischen Fachkräften.
  3. Darüber hinaus wird ebenfalls erstmals der rechtliche Handlungsrahmen in 24/7-Einrichtungen im Bereich der Medienbildung im Spannungsfeld zwischen den Persönlichkeitsrechten der Kinder und Jugendlichen, der Aufsichtspflicht der Eltern und pädagogischen Fachkräfte und der organisationalen Verantwortung der Einrichtung, z.B. im Bereich des Jugendmedienschutzes herausgearbeitet.

Auf der Basis der Analysen werden zunächst die gewandelten Bedingungen für gesellschaftliche Teilhabe und Bildung in 24/7-Einrichtungen durch die Digitalisierung untersucht. Parallel dazu werden die organisationalen und medienpädagogischen Anforderungen an eine Implementierung von Medienbildung in diesen Einrichtungen in den Blick genommen. Des Weiteren werden bedarfsgerechte Orientierungsrichtlinien und Handlungsempfehlungen (z.B. Informationsangebote, FAQs, Leitfäden) erarbeitet, die 24/7-Einrichtungen in der Entwicklung eines organisationsbezogenen Handlungskonzeptes zur Medienbildung im Spannungsfeld von Ermöglichung, Förderung und Schutz unterstützen.

Von
Bis
Ort
Zielgruppe

Ansprechpartner/in

Foto Angela Tillmann

Prof. Dr. Angela Tillmann

Adresse

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Medienforschung und Medienpädagogik (IMM)
TH Köln
Campus Südstadt
Ubierring 48
50678 Köln

Funktion
Leitung
Foto Wolfgang Schröer

Prof. Dr. Wolfgang Schröer

Adresse

Institut für Sozial- und Organisationspädagogik
Stiftung Universität Hildesheim
Universitätsplatz 1
31141 Hildesheim

Funktion
Leitung
Foto Julia Zinsmeister

Prof. Dr. Julia Zinsmeister

Adresse

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Soziales Recht (ISR)
TH Köln
Campus Südstadt
Ubierring 48
50678 Köln

Funktion
Leitung
Foto André Weßel

André Weßel M.A.

Adresse

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Medienforschung und Medienpädagogik (IMM)
TH Köln
Sachsenring 2-4
50677 Köln

Funktion
Mitarbeit