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DigiGo

Digitales Lernen in der gymnasialen Oberstufe des Zweiten Bildungsweges

Digitale Lernangebote werden als Möglichkeit sowohl zur Individualisierung als auch zur Flexibilisierung von Bildungsangeboten angesehen. Zudem haben sie das Potenzial, Personen bzw. Personengruppen, für die der Besuch von Präsenzphasen mit Herausforderungen verbunden ist, eine stärkere Teilhabe an Bildung zu ermöglichen. Die Forschung beschränkt sich jedoch zumeist auf individuelle und organisationale Gelingensbedingungen für das erfolgreiche Absolvieren eines Teilzeit- oder Fernstudiums; für den vorwiegend onlinegestützten Erwerb allgemeinbildender Schulabschlüsse liegen belastbare Erkenntnisse bisher nicht vor.

Hier setzt das Forschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum an, indem es den in der Praxis des Zweiten Bildungsweges etablierten Lehrgang Abitur Online in Nordrhein-Westfalen analysiert, der digital gestützte Distanz- und Präsenzphasen in der Schule integriert. Erforscht wird, wie und unter welchen Bedingungen Lernangebote in formalen digitalisierten Unterrichtssettings didaktisch begründet, ausgestaltet und genutzt werden. Die Durchführung organisationaler Fallstudien ermöglicht eine umfassende Bestandsaufnahme des Lehrangebots sowie der Angebotsnutzung unter Einbezug verschiedener Akteursperspektiven. Dabei wird auch das Zusammenspiel zwischen formalen, non-formalen und informellen Bildungsprozessen untersucht.

Die so gewonnenen Befunde liefern zum einen allgemeine Ansatzpunkte für ein erfolgreiches Selbststudium in der gymnasialen Oberstufe, zum anderen werden förderliche und hemmende Bedingungen für den Einsatz von digitalisierten Unterrichtsangeboten identifiziert. Die Ergebnisse des Projekts werden dabei auch für eine Weiterentwicklung des Lehrgangs Abitur Online nutzbar gemacht.

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